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  • Ramsen (Pfalz)

    Der Ort Ramsen entstand im Mittelalter aus dem dort entstandenen Kloster Ramsa. Im Ortsgebiet von Ramsen wurden Zeugnisse römischer Kultur entdeckt. Westlich von Ramsen beim Kleehof, wurde ein dem Gott Silvanus geweihter römischer Altar entdeckt.

    Im Jahre 1146 wurde das Benediktinerinnen Kloster Ramosa von Berthold von Witzingen, Herr der Burg Stauf und seiner Gemahlin Albrat gegründet. Der Wald wurde gerodet und im Laufe der Zeit entstand eine kleine Siedlung. Das Kloster schloss sich 1267 dem Zisterzienser Orden an.

    Trotz vieler Ländereien, dezimierte sich im Laufe der Jahrhunderte durch wirtschaftliche Schwierigkeiten das Klostervermögen beträchtlich. Zwischen Ramsen und Neuhemsbach mitten im Stumpfwald gelegen findet man die sogenannten „Neun Steine“ eines der 3 Landgerichte im alten Wormsgau, die in der Lehensurkunde des Kurfürsten Ruprecht der 3. von der Pfalz erwähnt sind. Das Kloster wurde 1458 vom Wormser Bischoff, der mittlerweile geistlicher und weltlicher Herr war, aufgelöst. Der Versuch 1477 nochmals ein Männerkloster einzurichten war äußerst kurzlebig. Bereits 1485 zog der Bischof die Einkünfte des Klosters an sich. Es blieb allerdings als Wirtschaftseinheit zur Verwaltung des Grundbesitzes bestehen. Zu jener Zeit hatte es schon lange Reibereien zwischen den Wormser Bischöfen und den Herren von Stauf um Waldnutzungsrecht und Besitz gegeben. Beide Parteien schlossen im Jahre 1555 einen Staatsvertrag, der die Grenzen bereinigte. Hettenleidelheim wurde wormserisch, Ramsen zur Hälfte: Der Klosterhof blieb bischöflich, das Dorf hingegen wurde nassauisch und damit durch kurzer Zeit protestantisch. Durch diese geschichtlichen Ereignisse hat Ramsen heute wenig Gemeindewaldbesitz. Das meiste gehörte dem Kloster und wurde als Fürstenbesitz im Jahre 1793 unter der französischen Herrschaft verstaatlicht. Das ehemalige Klosterareal wurde 1828 in Parzellen unterteilt.

    1830 hatte Ramsen 780 Einwohner. Im 19. Jahrhundert brachte ungefähr 200 Ramser durch Missernte und rückschrittlichen Wirtschaftsstrukturen, in der damals bayrischen Pfalz dazu nach Nordamerika auszuwandern. 1876 wurden in Ramsen die ersten Postexpeditionen und die Feuerwehr gegründet. Elektrisches Licht wurde 1924 verlegt und 1896 gab es den ersten Telegraphen. Ein eigenes Wasserleitungsnetz besteht seit 1927. Durch Bau der Stumpfwaldbahn die 1976 mit Personenverkehr und bis 1988 noch mit Güterverkehr betrieben wurde, wurde er Abschnitt Eisenberg - Ramsen wieder reaktiviert. In den vergangenen Jahren ist die Einwohnerzahl wieder gewachsen und beträgt mittlerweile wieder über 1900. Von dem Bischof Reinhard von Worms wurde das Kloster Ramsen 1485 in Besitz genommen. Ramsen, „Rabenbach“ ist nun mehr rund 1000 Jahre alt. Der Ort ist heute ein anerkannter Fremdenverkehrsort. Die Reste des Klosters Ramosa, auf steilem Hügel über dem Ort, dienen jetzt dem Forstamt als Wohnsitz. Links und Rechts daneben findet man die katholische und die protestantische Kirche. Der Turm der katholischen Kirche trägt die Zwiebelkuppe (1912). Die protestantische hingegen ist in Besitz des spitzen, helmartigen Turmes (1907).

    Wikipedia: „Der anerkannte Fremdenverkehrsort liegt in der Pfalz und gehört der Verbandsgemeinde Eisenberg an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Eisenberg hat“.

    Nicht zuletzt dank vielen Wanderwegen im Stumpfwald wurde die Ortsgemeinde im Donnersbergkreis zum Fremdenverkehrsort.

    Etwa 3,4 km Luftlinie südwestlich von Ramsen staut sich die Eisbach in ein Woog, den Eiswoog. Seit 1996 verbindet die Stumpfwaldbahn Ramsen und Eiswoog und dient mit 3,5 km Streckenlänge als eine Museumsfeldbahn der Touristenattraktion.

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