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Bergbaugeschichte in Imsbach

Eingang Imsbach

Des einen Freud, des anderen Leid. Dies trifft vollkommen zu, wenn man sich so die Sagen anschaut, die sich rund um die Erzvorkommen im Donnersberg ranken: In einer Überlieferung des Autors Viktor Carl wurde ein Edelmann auf der Jagd nach dem Silber von Erdgeistern des Nachts verwunschen und musste fortan als Rehbock sein Dasein fristen, bis ihn die Silberkugel eines Jägers erlöste. In einer anderen Geschichte machte ein armer Köhler vom Donnersberg mit dem Erzvorkommen sein Glück. Dabei hatte er sich bereits ruiniert geglaubt, weil eine durch Blitze gefällte Eiche seine kleine Hütte zerstörte. Doch der Krater, den der mächtige Baum geschlagen hatte, förderte Silber zu Tage - der Köhler war fortan ein wohlhabender Mann. Die letzte der beiden Sagen trifft wohl eher die Realität. Die Geschichte hat gezeigt, dass die reichen Erzvorkommen durchaus Wohlstand in die Region brachten. Schließlich sind rund 60 verschiedene Mineralienvorkommen, darunter Silber und Kupfer, am Donnersberg nachgewiesen. Der Bergbau rund um Imsbach wurde 1921 eingestellt.  

Weiße Grube

Das Besucherbergwerk liegt am Fuße des Donnersberges im Langental ganz in der Nähe des ehemaligen Bergmannsdorfes Imsbach. Seine Geschichte geht auf die Römer zurück, die dort bereits Eisenerz und vermutlich auch Kupfererz abbauten. Im 15. Jahrhundert wurden nach Verleihung des Bergrechts 1474 durch den Grafen von Falkenstein 8 Gruben in Betrieb genommen. Im Spätmittelalter arbeiteten weit über 100 Leute dort im Kupferbergbau. Die Hauptblütezeit des Abbaus von Kupfer und Silber begann ca. 1700, die 1732 zu Ende ging. Die dritte Periode dauerte von 1883 - 1919. In dieser Zeit wurden die Gruben Katharina, grüner Löwe und die Weiße Grube geschaffen. Die Gruben sind auch durch den Gruben-Rundwanderweg erschlossen (markiert mit gelbem Eisen + Schlägel), der über "Katharina I" und "II", "Grüner Löwe" und "Weiße Grube" führt, ca. 6 km lang ist und ca. 1 1/2 Stunden dauert. Zur Zeit entsteht das "Pfälzische Bergbaumuseum" in der Dorfmitte von Imsbach. Hier wird die ganze Vielfalt des pfälzischen Bergbaus dargestellt.